Analysis · Move

Stärke für alle: Was Vasa und Vuori Trainern wirklich sagen

Zwei Branchen-Moves zeigen, wo der Fitness-Markt hingeht – und was du als Coach jetzt tun solltest.

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Sqwod · 06. Okt. 2026
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Das Unbehagen im Raum

Kennst du das Gefühl, wenn dein Studio oder deine Klassen irgendwie… für dieselben Leute gemacht sind? Gleiche Körper, gleiche Ziele, gleicher Vibe? Der Markt hat das gemerkt – und bewegt sich gerade schneller als die meisten Coaches mitbekommen.

Zwei Signale dieser Woche, die zusammengehören:

Vuori – laut Fast Company mit einer Bewertung von 5,5 Milliarden Dollar – streckt sich in drei Richtungen gleichzeitig: mehr Kategorien, mehr Märkte, mehr Zielgruppen. Das ist kein Zufall. Eine Marke, die auf diesem Niveau wächst, wächst nicht mehr durch Tiefe, sondern durch Breite.

Gleichzeitig baut Vasa Fitness laut Athletech News sein komplettes Brand-Konzept um Inklusivität im Krafttraining herum – und zieht das nicht nur ins Marketing, sondern direkt in die Architektur der neuen Clubs hinein. Geräte, Layouts, Botschaften: alles konsequent auf Menschen ausgerichtet, die sich bisher nicht angesprochen gefühlt haben.

Was das wirklich bedeutet

Beide Moves sagen dasselbe auf unterschiedlichen Ebenen: Der Standard-Fitnessbegriff ist zu eng geworden. Wer wachsen will – als Marke, als Trainer, als Studio – muss aufhören, implizit nur für eine Art von Mensch zu arbeiten.

Für Vuori ist das eine Strategie-Entscheidung. Für Vasa ist es ein Bauplan. Für dich als Coach ist es eine Frage: Wen lasse ich mit meinem Angebot eigentlich draußen stehen?

Nicht aus böser Absicht. Sondern weil Sprache, Übungsauswahl, Stundenaufbau und selbst die Bilder in deiner Instagram-Bio Signale senden – und manche Menschen daraus lesen: “Das ist nicht für mich.”

Dein konkreter nächster Schritt

Mach heute Abend diesen einen Audit – dauert 15 Minuten:

1. Schau dir deine letzten fünf Posts oder Kursankündigungen an. Welche Körper, welche Fähigkeiten, welche Ziele tauchen auf? Wer fehlt komplett?

2. Geh durch dein Standardprogramm oder deine häufigsten Einheiten. Gibt es für jeden Teilnehmer eine echte Variante – nicht als Notlösung, sondern als gleichwertige Option? Krafttraining “für alle” bedeutet nicht: leichtere Gewichte als Trost. Es bedeutet: dieselbe Qualität des Erlebnisses für unterschiedliche Ausgangspunkte.

3. Lies deine eigene Bio wie jemand, der sich unsicher fühlt. Nicht wie jemand, der schon fit ist und einen Trainer sucht. Was liest die Person, die noch nie ein Gewicht angefasst hat – oder nach einer langen Pause zurückkommt?

Vasa hat das strukturell gelöst, indem sie Inklusion in den Grundriss gegossen haben. Du musst keinen Club bauen. Aber du kannst entscheiden, dass dein nächster Kursplan, dein nächster Post, dein nächstes Gespräch bewusst eine Tür aufmacht, die bisher zu war.

Die eigentliche Chance

Vuori und Vasa zeigen: Wachstum entsteht gerade dort, wo andere noch Zielgruppen als “zu schwierig” oder “zu nischig” abschreiben. Für dich als Coach bedeutet das keine Verwässerung deines Profils – sondern Schärfung deiner Haltung. Stärke ist für alle. Die Frage ist nur, ob du das auch so zeigst.

Quellen

  1. Fast Company ↗
  2. Athletech News ↗

Zahlen aus öffentlichen Quellen, Stand 2026-10-06. Schätzungen verschiedener Häuser variieren; wir verlinken, damit du selbst prüfen kannst.

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